16 Oktober 2018
Autor
Annet Vieveen

Täuschend echt: So erkennen Sie Betrugsmails

Jeder, der das Internet nutzt, kann mit Phishing in Berührung kommen. Phishing ist eine Form von Onlinebetrug: Sie bekommen gefälschte E-Mails, die sehr echt aussehen können. Auf diesem Weg versuchen Internetbetrüger, an Ihre privaten Daten zu kommen oder sich Zugang zu Ihrem Bankkonto zu verschaffen. Darum ist es wichtig, dass Sie wissen, wie Sie solche Betrugsmails erkennen und was sie dagegen unternehmen können.

Betrüger lassen sich immer bessere Tricks einfallen, um Sie hinters Licht zu führen. Sie verschicken Betrugsmails, die dem Original täuschend ähnlich sehen. Oft scheint es, als hätte Ihre Bank, ein Amt oder ein Unternehmen diese E-Mails verschickt. Aber weit gefehlt!

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Darauf müssen Sie achten, um sich gegen Phishing-Mails zu schützen:

Absender

Kontrollieren Sie immer den Absender und die E-Mail-Adresse. Sie haben eine E-Mail von der Sparkasse bekommen, aber das taucht nicht in der Mailadresse des Absenders auf? Dann haben Sie aller Wahrscheinlichkeit nach eine Betrugsmail erhalten.

Anrede

Unternehmen, bei denen Sie namentlich bekannt sind, verwenden in der Anrede Ihrer E-Mails meistens Ihren Vor- und/oder Nachnamen. Außerdem wissen sie, ob Sie männlich oder weiblich sind. Weden Sie mit einer allgemeinen Anrede wie Geehrter Kunde, Guten Tag oder Sehr geehrte(r) Dame/Herr angesprochen? Dann ist Vorsicht geboten!

Persönliche Daten

Viele Betrugsmails fordern Sie dazu auf, Ihre persönlichen Daten zu kontrollieren, anzupassen oder zu ergänzen. Unternehmen und erst recht Banken würden diese Informationen niemals über E-Mail bei Ihnen einholen. Wenn Sie Zweifel haben, können Sie sich jederzeit an das Unternehmen wenden. Suchen Sie dann aber die Kontaktdaten selbst heraus und verwenden Sie nicht die Daten aus der E-Mail.

Links

Klicken Sie auf keinen Fall Links in E-Mails an, denen Sie nicht zu 100% vertrauen. Sie können den Link kontrollieren, indem sie mit der Maus über den Link fahren, ohne diesen anzuklicken.

Anhänge

Manchmal hängen Internetkriminelle einen Anhang an eine Betrugsmail, der Ihren Computer, Tablett oder Ihr Telefon mit einem Virus infiziert. Öffnen Sie niemals einen E-Mailanhang, wenn Sie der Sache nicht trauen.  Wenn Sie zweifeln, sollten Sie immer das Unternehmen kontaktieren. Seien sich sich bewusst, dass Banken niemals per E-Mail nach Ihren Daten fragen und Unternehmen nie einfach so um Geld bitten. Wenn Sie aufgefordert werden, etwas zu bezahlen, sollten Sie immer anrufen oder die Website kontrollieren, von der die Mail scheinbar stammt. So können Sie überprüfen, ob die Informationen und die Kontonummer stimmen. Sie können sich nicht an eine offene Rechnung erinnern? Dann sollten Sie auf jeden Fall kurz anrufen, um sich zu erkundigen.

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Was können Sie tun?

Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass Sie Betrugsmails bekommen. Darum ist es besonders wichtig, dass Sie wachsam sind und auf die oben genannten Merkmale achten. Geben Sie Ihre E-Mailadresse nur an Personen und Organisationen weiter, die Sie kennen. Die meisten Organisationen haben ganz unten in ihren E-Mails einen Link, mit dem Sie sich abmelden können. Bei Betrugsmails funktioniert das leider nicht. Stattdessen verschieben Sie unerwünschte E-Mails am besten in Ihren Spamodner. Dann landen auch zukünftige E-Mails vom selben Absender in diesem Ordner. Sie können die betreffende Mail auch beim Phishing-Radar der Verbraucherzentrale melden.

Quiz

Sicher unterwegs im Internet: Das ist für jeden wichtig. Und auch wenn sich Betrugsmails nicht vermeiden lassen, können wir uns so gut wie möglich dagegen wappnen. Glauben Sie, dass Internetkriminelle nicht mehr so einfach hinters Licht führen können, nachdem Sie diesen Blog gelesen haben? Dann können Sie mit diesem Quiz auf dem Technikforum Übergizmo Ihr Wissen testen.